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Dreieck Bewegung ist Leben
2. Juli 2013, 20:38 Uhr

Lymphödem – Vorbeugung, Therapie und Hinweise für Betroffene

Wenn der Lymphtransport in den Lymphbahnen gestört ist, entsteht eine sichtbare Schwellung: das Lymphödem. Diese Störung kann angeboren oder erworben sein. Klinisch bedeutsam sind diese Schwellungen im Bereich der Arme und Beine. An den Armen entstehen sie häufig als Folge einer Entfernung von Lymphknoten und der Bestrahlung der Brust im Rahmen einer Brustkrebstherapie. Bedingt durch Entzündungen kann es zu Lymphbahnverschlüssen kommen. Seltener entsteht das Lymphödem aufgrund einer veränderten Zusammensetzung der Lymphflüssigkeit.

Je nach Ursache unterscheidet man zwischen primären und sekundären Lymphödemen. Als primäres Lymphödem bezeichnet man zufällig vereinzelt auftretende und vererbbare Lymphödeme. Frauen erkranken nachweislich häufiger als Männer. Die Ursachen sekundärer Lymphödeme sind vielfältig. Meist treten sie nach Operationen, Verletzungen oder Verstauchungen auf. Narben unterschiedlicher Herkunft, bestimmte Parasiten und verschiedene Formen von Krebs können ebenfalls Ursache sekundärer Lymphödeme sein.

Die Therapie des primären vererbbaren Lymphödems ist schwierig. Bei der Behandlung des sekundären Lymphödems richtet sich die Therapie auf das zugrundeliegende Leiden. Wesentlicher Therapiebestandteil ist eine fachgerecht durchgeführte Lymphtherapie, um auftretende Lymphstauungen zu beseitigen. Durch Verwendung von Kompressionsstrümpfen für Arme und Beine wird die Entstauung der Lymphgefäße ebenfalls gefördert. Zusätzlich sind intermittierende pneumatische Behandlungsmethoden möglich.

Ganz allgemein gibt es einige Hinweise, die den Krankheitsverlauf mildern:
  • vor Verletzungen hüten
    wie z.B. Schnittwunden, Verbrennungen, Erfrierungen …
  • Überanstrengungen vermeiden
    wie z.B. durch schweres Tragen oder Heben
  • keine zu enge Kleidung tragen
    wie z.B. durch zu enge Hosen, Röcke, Ärmel oder BHs
  • Aufenthalt in der Sauna vermeiden
  • Vorsicht in der Sonne – nicht verbrennen
  • Wassertemperatur über 33°C meiden
  • keine Wechselbäder
  • viel Bewegung
    wie z.B. Gymnastik, ruhiges Schwimmen oder Langlauf sind zu empfehlen
  • unbedingt Normalgewicht halten
    z.B. durch ausgewogene Ernährung, sparsam würzen mit Kochsalz
  • Arm bzw. Bein hoch lagern
  • keine Kontrastmittel-Untersuchung
  • keine knetenden oder wärmeerzeugenden Massagen
  • keine Blutdruckmessung oder Injektionen an betroffenen Armen vornehmen lassen