Lymphödem – Vorbeugung,
Therapie und Hinweise
für
Betroffene
Wenn der
Lymphtransport in den Lymphbahnen gestört ist, entsteht eine
sichtbare
Schwellung: das Lymphödem.
Diese Störung
kann angeboren oder erworben sein.
Klinisch
bedeutsam sind diese Schwellungen im Bereich der Arme
und Beine. An
den Armen entstehen sie häufig als Folge einer Entfernung
von Lymphknoten
und der Bestrahlung der Brust im Rahmen einer Brustkrebstherapie.
Bedingt durch
Entzündungen kann es zu Lymphbahnverschlüssen kommen.
Seltener
entsteht das Lymphödem aufgrund einer veränderten
Zusammensetzung
der
Lymphflüssigkeit.
Je nach Ursache
unterscheidet man zwischen primären und
sekundären
Lymphödemen. Als primäres Lymphödem bezeichnet man
zufällig
vereinzelt auftretende und vererbbare Lymphödeme. Frauen
erkranken
nachweislich
häufiger als Männer. Die Ursachen sekundären Lymphödeme
sind vielfältig.
Meist treten sie
nach Operationen, Verletzungen oder Verstauchungen auf.
Narben
unterschiedlicher Herkunft,
bestimmte Parasiten und verschiedene
Formen von Krebs
können ebenfalls Ursache sekundärer Lymphödeme sein.
Die Therapie des
primären vererbbaren Lymphödems ist schwierig.
Bei der
Behandlung des sekundären Lymphödems richtet sich die Therapie
auf das
zugrundeliegende Leiden.
Wesentlicher
Therapiebestandteil ist eine fachgerecht durchgeführte
Lymphtherapie,
um auftretende Lymphstauungen zu beseitigen.
Durch Verwendung
von Kompressionsstrümpfen für Arme- und
Beine
wird die
Entstauung der Lymphgefäße ebenfalls gefördert. Zusätzlich sind
intermittierende
pneumatische Behandlungsmethoden möglich.
Ganz allgemein
gibt es einige Hinweise, die den Krankheitsverlauf mildern:
►vor
Verletzungen hüten!
wie z.B.: Schnittwunden,
Verbrennungen, Erfrierungen ...
►Überanstrengungen vermeiden!
wie z.B.: durch schweres
Tragen oder Heben
►keine zu
enge Kleidung tragen!
wie z.B. durch zu enge Hosen,
Röcke, Ärmel oder BH`s
►Aufenthalt in der Sauna vermeiden!
►Vorsicht
in der Sonne – nicht verbrennen!
►Wassertemperatur über 33 °C meiden!
►keine
Wechselbäder!
►viel
Bewegung wie z.B. Gymnastik, ruhiges Schwimmen oder Langlauf
sind zu
empfehlen!
►unbedingt
Normalgewicht halten!
z.B. durch ausgewogene
Ernährung und sparsam würzen mit Kochsalz
►Arm bzw.
Bein hoch lagern!
►keine
Kontrastmittel-Untersuchung!
►keine
knetenden- oder wärmeerzeugenden Massagen!
►keine
Blutdruckmessung oder Injektionen an betroffenen Arm
vornehmen
lassen!
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